Dil Leyla Dokumentarfilm 04.11.17 | 20:30 Uhr | Kino im Sprengel | Klaus-Müller-Kilian-Weg 2

Kino im Sprengel und Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Hannover laden ein am o3. und am o4.11. 2o17; 2o.3o Uhr

Dil Leyla Dokumentarfilm über die ehemalige kurdische Bürgermeisterin von Cizre

D 2016, 71 Min., Regie: Asli Özarslan 

An einem Termin wird die Regisseurin und Leyla Imret anwesend sein

„DIL LEYLA“* erzählt die Geschichte von Leyla Imret, einer kurdisch-stämmigen Türkin, die in ihrer Kindheit als Flüchtling nach Deutschland gekommen und dort aufgewachsen ist. Mit Mitte zwanzig kehrt sie in ihre türkische Heimatstadt Cizre nahe der syrisch-irakischen Grenze zurück und wird dort mit 81 Prozent zu jüngsten Bürgermeisterin der Türkei gewählt. Ihr erstes Ziel ist es, die vom Bürgerkrieg gebeutelte Stadt zu sanieren. Sie möchte, dass die Menschen dort in Frieden und Freiheit leben können. Doch als dann die Parlamentswahlen in der Türkei anstehen, kommt alles anders und Leyla wird an ihre Kindheit erinnert, etwa daran wie ihr Vater bei einem Gefecht mit dem türkischen Militär ums Leben kam. Denn im Sommer 2016 geht die türkische Regierung erneut gegen die kurdische Bevölkerung vor. Es kommt zu schweren Kämpfen und zu einem Blutbad in Cizre, wobei große Teile der Stadt zerstört werden. Leyla Imret wird wegen Aufwiegelung gegen den Staat angeklagt und des Amtes enthoben.

Die Regisseurin Asli Özarslan begleitete Leyla Imret von Deutschland in die Türkei, zeigt ihren Wahlkampf, ihre Arbeit als Bürgermeisterin bis zu ihrer Verhaftung und bis zu der brutalen Zerstörung von Cizre durch die türkische Armee. Der Film führt uns eindrucksvoll vor Augen was es heißt, wenn demokratische Grundrechte missachtet werden und das Gesetz des Stärkeren gilt. Eine demokratisch legitimierte Bürgermeisterin wird Opfer einer Regierung, die sich rasant in Richtung Autokratie entwickelt und dabei Menschenrechte und freiheitliche Grundrechte missachtet.

Leyla Imret durfte die Türkei nicht verlassen, ist jedoch mittlerweile wieder in Deutschland.

Mit Unterstützung von: ronahi, Interventionistische Linke, Annabee Buchladen, AFK, Nav-Dem, FAU Hannover, Friedensbüro