Gegen Zensur, für Publikationsfreiheit – Spendenaufruf ›Edition Mezopotamya‹

meso  Gegen Zensur, für Publikationsfreiheit

             Spendenaufruf ›Edition Mezopotamya‹

    wir rufen zu Spenden für ein Solidaritätsprojekt gegen Zensur und für die       Publikationsfreiheit auf: Für die Wiederveröffentlichung von beschlagnahmten (jedoch nicht verbotenen) Büchern sind wir auf solidarische Spenden angewiesen. Es geht um den von Bundesinnenminister Horst Seehofer verbotenen kurdischen Mezopotamien Verlag.

 

Der deutsche Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte am 12.02.2019 ein Verbot gegen den kurdischen       „Mezopotamien-Verlag“ und den kurdischen Musikvertrieb „MIR Multimedia GmbH“ erlassen. Die Räumlichkeiten  des Buchverlags und des Musikvertriebs in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen waren durchsucht und verschlossen worden. Der gesamte Bücherbestand, Musik-CDs und Archivmaterial sowie technische Ausrüstung sind beschlagnahmt worden. Anschließend wurden die Verlagsgebäude polizeilich versiegelt.

Das Ministerium erklärte, der Mezopotamien Verlag und MIR-Musik würden als „Teilorganisation der 1993 in Deutschland verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verboten und aufgelöst“. Der Innenminister Seehofer erklärte: „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicher zu stellen.“

Seehofer wandelt auf den Spuren des türkischen Despoten Erdogan“, kritisiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIELINKE. Im Bundestag, Ulla Jelpke, die Verbotsverfügung.

„Der Mezopotamien Verlag veröffentlicht Literatur zur kurdischen Geschichte, Sprache, Politik und Kultur - und wurde im Februar vom Bundesinnenministerium verboten.

Wir haben uns mit zahlreichen Medienschaffende im deutschsprachigen Verlags- und Buchhandel zusammengetan und erklären uns solidarisch mit unseren betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam fordern wir die Aufhebung der Verbotsverfügung und die Rückgabe aller beschlagnahmten Medien.“ Schrieb der  Argument_Ariadne – Verlag auf facebook

Weitere Artikel dazu: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1112077.pkk-seehofer-verbietet-kurdische-verlage.html

https://www.heise.de/tp/features/Innenministerium-verbietet-kurdischen-Verlag-4308622.html

buck

SOLIDARITÄT MIT DEM MEZOPOTAMIEN VERLAG! GEGEN DIE KRIMINALISIERUNG DER KURD*INNEN IN DEUTSCHLAND!

Solidarität mit dem Mezopotamien Verlag! Gegen die Kriminalisierung der Kurd*innen in Deutschland!

Zwischen dem 8. und 10 März – also eine Woche vor Beginn der zweitgrößten Buchmesse in Deutschland in Leipzig – wurden die Räumlichkeiten des Mezopotamien Verlags und des Musikversands Mir Multimedia von der deutschen Justiz komplett geräumt.

Die Begründung, die das Innenministerium dafür gibt, sei die Unterstützung der PKK durch beide Firmen und ein Verstoß gegen den im Grundgesetz verankerten Gedanken der Völkerverständigung.

Wir verurteilen das Vorgehen der Behörden und fordern die sofortige Rückgabe aller Materialien zur uneingeschränkten Verfügung des Verlags und Musikvertriebs. Der jetzt folgende Prozess, bei dem nicht klar ist, ob die Geschäftstätigkeit überhaupt wieder aufgenommen werden kann, wird lange dauern und entzieht den Mitarbeiter*innen ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig fordern wir ein sofortiges Ende der Kriminalisierung der kurdischen Bewegung und eine Aufhebung des Verbots ihrer Organisationen.

Die Heuchelei der deutschen Regierung könnte nicht größer sein, als in Absprache mit dem Erdogan-Regime zum Schlag gegen kurdische Medien auszuholen, während deutsche Panzer unter dem Kommando des NATO-Verbündeten Türkei ein Blutbad in Rojava verüben. Dies ist die Form der Völkerverständigung, die für die große Koalition rechtens und legal ist.

Wir stellen ihr die internationale Solidarität jener entgegen, die gegen Krieg und Unterdrückung kämpfen.

Manifest Verlag

Sozialistische Alternative (SAV)

 

Gegen Zensur, für Publikationsfreiheit – Spendenaufruf ›Edition Mezopotamya‹

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freund*innen, 

wir rufen zu Spenden für ein Solidaritätsprojekt gegen Zensur und für die Publikationsfreiheit auf: Für die Wiederveröffentlichung von beschlagnahmten (jedoch nicht verbotenen) Büchern sind wir auf solidarische Spenden angewiesen. Es geht um den von Bundesinnenminister Horst Seehofer verbotenen kurdischen Mezopotamien Verlag.

Am 12. Februar 2019 ist der Verlag, ebenso wie der benachbarte MIR Musikvertrieb verboten worden. Beiden wird unterstellt, Unterorganisationen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu sein. Der Mezopotamien Verlag hat Bücher in verschiedenen Sprachen zu kurdischer Geschichte, zur kurdischen Frauenbewegung, die Schriften von Abdullah Öcalan sowie Romane, ein Sprachlehr- und ein Wörterbuch, Kinderbücher und vieles mehr veröffentlicht. Außerdem hat der Verlag Bücher auf Türkisch und Kurdisch aus anderen Verlagen vertrieben, darunter viele Klassiker der Weltliteratur.

Keines dieser Bücher des Mezopotamien Verlags ist in der Vergangenheit in Deutschland verboten oder auch nur in irgendeiner Weise beanstandet worden. Dennoch wurden sie tonnenweise beschlagnahmt, ebenso die Bücher aus den anderen Verlagen – so dass sie für den Buchhandel und die Leser*innen nicht mehr erreichbar sind. Das werten wir als Zensur durch die Hintertür.

Die wichtigsten der deutschsprachigen Titel des Mezopotamien Verlags sollen nun als »Edition Mezopotamya« von den drei Verlagen Unrast (D), Mandelbaum (A) und Edition 8 (CH) neu aufgelegt und bis zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2019 für den Buchhandel wieder verfügbar gemacht werden. Finanziert werden soll das Projekt aus Spenden.

Spendenkonto:
Verein z. Förderung kurdischer Kultur e.V. i.Gr.
IBAN: DE78 4306 0967 1011 1214 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Edition Mezopotamya

Die Anzahl der tatsächlich wieder aufgelegten Titel wird von der Höhe des zur Verfügung stehenden Betrages abhängig sein. Aus dem Buchverkauf rücklaufendes sowie ggfs. überschüssiges Geld wird einem Solidaritätsfonds für die Prozesskosten des Mezopotamien Verlags und des MIR Musikvertriebs zur Verfügung gestellt. Denn die beiden Verlage unternehmen selbstverständlich rechtliche Schritte gegen ihr Verbot.

Eine Vorschau auf die wieder aufzulegenden deutschsprachigen Titel finden Sie als pdf-Datei HIER.

Über eure und Ihre Unterstützung mit Spenden würden wir uns sehr freuen, auch über die Weiterleitung dieser Information.

Unrast, Mandelbaum, Edition 8
International Initiative Edition, Antiquariat Walter Markov